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Elektrostatische Filter
In elektrostatischen Filtern wird ein Filtermedium genutzt, das aus permanent bipolar aufgeladenen, rechteckigen, aufgespaltenen Fasern besteht, die durch die Luft übertragene Partikel entfernen können. Dieses Fasermaterial ist widerstandsfähig und stellt eine lange Nutzungsdauer ohne signifikante Verschlechterung sicher.Elektrostatische Filter eignen sich für Anwendungen, bei denen eine hohe Effizienz sowie ein geringes Druckgefälle erforderlich sind. Sie bieten ausgezeichnete Effizienz in Anästhesie-Beatmungsfiltern und Lungenfunktionsfiltern.


Mechanische Filter
In Plisseefiltern werden dicht gepackte Schichten gemischter Faserbündel aus Glasfaser-Filterpapier genutzt. Durch diese ungleichmäßige Packung wird eine dicke Materialschicht erzeugt. Partikel werden durch den gewundenen Pfad eingefangen, der durch die überkreuzende Matte erzeugt wird. Im Prinzip fungiert das genutzte Filtermedium als Sieb, das unerwünschte Partikel zurückhält, Anästhesiegase und befeuchtete Luft jedoch mit minimaler Behinderung durchlässt.


Filtrationsprinzipien
Effizienzprüfung
Die Filterwirksamkeit eines Filters oder Filtereffizienz wird in Prozent angegeben und wie folgt definiert:

ohne BSF gesammelte cfu oder pfu - mit BFU gesammelte cfu oder pfu x100
cfu oder pfu ohne BSF

cfu = koloniebildende Einheiten, pfu= plaquebildende Einheiten, BSF = Beatmungssystemfilter
Die Effizienz wird mit einen „mikrobiellen Penetrationswert“ gemessen, der als die Anzahl koloniebildender Einheiten oder plaquebildender Einheiten definiert wird, die pro 10.000.000 Testmikroorganismen durch den Filter hindurchgelangen.

Zum Prüfen eines Filters auf Bakterieneffizienz wird der Filter über 24 Stunden bei einer relativen Feuchtigkeit von mindestens 96 % und einer Temperatur von 34 ˚C plusminus 1 und bei einem Tidalvolumen von 500 ml bei 20 Atemzügen pro Minute mit einem I/E-Verhältnis von 1:2 einer Vorbehandlung unterzogen. Nach dieser Vorbehandlung werden die Filter mit mikrobiellen Aerosolen belastet. Hierfür werden die Filter mithilfe eines Gerätes nach Henderson mit mehr als 10.000.000 Sporen von Bacillus Subtilis Var. Niger (NCTC10073) belastet. Die Viruseffizienz wird mit einem RNA-Phagen (MS-2 Coliphage) geprüft, der den kleinsten humanen Viren ähnelt. Die Prüfungsergebnisse bestätigen die erprobte, hohe Effizienz der Venticaire-Filter.

Die Effizienz von Venticaire-Filtern wird durch das Centre for Applied Microbiology and Research in Porton Down, Salisbury, UK geprüft. Die Bakterien- und Vireneffizienz wurde mit Bacillus Subtilis und MS-2 Coliphagen geprüft.

Mit den untenstehenden Diagrammen wird die Größe der beim Evaluieren der Effizienz der Venticaire-Filter verwendeten Prüfpartikel dargestellt.

Bacterial Particle Size Chart
Viral Particle Size Chart
Unabhängige Überprüfungen bestätigen, dass die Venticaire® Produktpalette der Beatmungsfilter Bakterien und Viren daran hindert, zwischen Patienten und Beatmungsgeräten zu wandern.

Totraum
Der Totraum ist das luftgefüllte innere Volumen des Filters oder HME-Filters. Er trägt zum Widerstand des Beatmungssystems bei, da sich die Filter zwischen Beatmungssystem und Patienten befinden.

Feuchtigkeitsabgabe
Für über lange Zeit intubierte Patienten kann dies eine wichtige Anforderung sein. Ein unangenehmer Nebeneffekt der Intubation besteht darin, dass die oberen Atemwege umgangen werden, was die Atemgasbefeuchtung der eingeatmeten Luft außer Kraft setzt. Trockene Gase können schädliche Auswirkungen haben. Folglich übernehmen HME-Filter statt der oberen Atemwege die Aufgabe der Atemgasbefeuchtung und verhindern somit Patiententraumata.

"Die Atemgasbefeuchtung kann jedoch Feuchtigkeitsablagerungen in beiden Richtungen zur Folge haben. Venticaire®-Filtermedien besitzen eine doppelseitige, hydrophobe Membran, die Wasser abstößt und somit zu einer effizienten Filterleistung während der Benutzung beiträgt. Das Bild veranschaulicht, dass das Filtermedium selbst große Wassertropfen nicht durchlässt."

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