Das Laryngoskop wurde Anfang der 1940er Jahre von Sir Robert Macintosh und Sir Ivan Magill erfunden und seitdem ständig weiterentwickelt. Es folgte auf die Erfindung des Endotrachealtubus und bietet eine Möglichkeit, die Zunge herunterzudrücken und somit freie Sicht auf die Stimmbänder zu erhalten. Dies ermöglicht eine korrekte Platzierung des Tubus.
Laryngoskope können nach ihrer Lichtquelle grundsätzlich in zwei Kategorien eingeteilt werden.
1 Standard-Laryngoskope
Beim Standard-Laryngoskop, auch konventionelles Laryngoskop genannt, ist in der Spatelspitze in einer Entfernung von etwa 1/3 der Spatellänge eine Glühlampe angebracht. Die Glühlampe wird eingeschraubt und über eine integrierte Leitung von der Stromquelle mit Strom versorgt. Die Stromquelle in Form von herkömmlichen Batterien befindet sich im Inneren des Griffs des Laryngoskops.
2 Laryngoskope mit Fiberoptik
Der Hauptunterschied zwischen einem Standard-Laryngoskop und einem Laryngoskop mit Fiberoptik ist der Ort, an dem die Glühlampe angebracht ist. Bei dem System mit Fiberoptik befindet sich die Glühlampe im Inneren des Griffs, das Licht wird über ein Lichtwellenleiterbündel übertragen.
Der Hauptvorteil dieses Systems besteht darin, dass es zwar Licht, jedoch keine Wärme leitet und somit das Risiko von Verbrennungen in der Mundhöhle des Patienten eliminiert. Ein weiterer Vorteil ist, dass nur ein Stück autoklaviert werden muss. Das Lichtwellenleiterbündel kann an seinem Ort verbleiben und muss während des Reinigungsvorganges nicht entfernt werden.
Spatel zum Einmalgebrauch
Bis vor kurzem wurden Laryngoskope hauptsächlich aus Edelstahl hergestellt. Durch die kürzlich aufgetretenen Probleme mit Prionen im Zuge der CJ-Krankheit, bei der die Dekontaminierung der Spatel nicht sichergestellt werden konnte, besteht jedoch ein Risiko der Kreuzkontamination. Als Maßnahme gegen potentielle Kreuzkontaminationen geht der Trend verstärkt in Richtung der Spatel zum Einmalgebrauch. Jüngste Studien haben ebenfalls gezeigt, dass Laryngoskopgriffe eine Hauptquelle von Kreuzkontaminationen sind, da nur wenige tatsächlich so oft sterilisiert werden, wie dies nötig wäre.
Der BriteBlade® ist ein Spatel mit Fiberoptik für den Einmalgebrauch, durch dessen Einsatz das Risiko einer Kreuzkontamination eliminiert wird, das sowohl vom Spatel als auch vom Griff ausgeht. Er besitzt ein einzigartiges, patentiertes Gelenkdesign, das verhindert, dass der geklappte Spatel den Griff berührt. Auf diese Weise werden keine Griffe zum Einmalgebrauch oder Schutzüberzüge mehr benötigt.
Schwierige Intubation
Flexicare hat auch Laryngoskope für schwierige Intubationen in seinem Sortiment. Durch das Mc Coy-System wird die Zunge weiter aus dem Arbeitsbereich entfernt, als dies mit Laryngoskopen herkömmlicher Bauart möglich ist. Dadurch können die Atemwege sicher identifiziert werden.